Wilhelmshaven, Sonntag, 4. Oktober 2026. Noch keine sechzig Sekunden waren gespielt, da stand die Halle zum ersten Mal: 1:0 für die Jade Warriors. Es war der Auftakt zu einem Abend, den die Fans in Wilhelmshaven so schnell nicht vergessen werden. Im letzten Heimspiel der Saison gewannen die Herren der Inline-Hockey-Abteilung des VfL Wilhelmshaven mit 34:5 gegen die Bergedorf Lizards.

Rein rechnerisch ging es um nichts mehr. Die Warriors standen als Tabellendritter fest, die Lizards als Sechster, und an der Tabelle konnte sich nichts mehr ändern. Doch wer glaubte, die Gastgeber würden die Partie locker auslaufen lassen, sah sich getäuscht. Von der ersten Minute an machten die Warriors klar: Wer weiter oben steht, verschenkt nichts. Auf das frühe 1:0 folgte ein wahrer Torreigen, Angriff um Angriff, Treffer um Treffer.

Einen ganz besonderen Moment erlebte an diesem Abend Lia Minotti. Sie erzielte ihr erstes Saisontor, und dabei blieb es nicht: Kurz darauf traf sie ein zweites Mal. Die Halle feierte beide Treffer mit riesigem Jubel, und ihre Teamkolleginnen und -kollegen freuten sich mit ihr. Für viele war das der emotionale Höhepunkt des Spiels.

Einen großen Anteil an diesem Abend hatten aber auch die Gäste. Die Bergedorf Lizards waren nur in sehr dünner Besetzung angereist. Sie hätten zu Hause bleiben und das Spiel kampflos verloren geben können. Sie taten es nicht, sondern stellten sich der Aufgabe und schickten sogar einen Feldspieler ins Tor. Das verdient großen Respekt. Was dieser Torhüter leistete, war Schwerstarbeit unter Dauerfeuer. Mehr als dreißig Mal musste er den Ball aus dem Netz holen, und trotzdem zeigte er immer wieder sehenswerte Paraden. Die Lizards gaben sich bis zum Schluss nicht auf und belohnten sich mit fünf eigenen Toren.

Bei aller Deutlichkeit des Ergebnisses blieb die Partie auf beiden Seiten ausgesprochen fair. Es war ein Spiel, wie man es sich im Sport wünscht: mit vollem Einsatz, aber ohne Härte und mit Achtung vor dem Gegner.

Auf den Rängen herrschte grandiose Stimmung. Die Halle war gut gefüllt, und das, obwohl draußen bestes Wetter lockte und in Wilhelmshaven gleich mehrere andere Veranstaltungen um die Gunst des Publikums buhlten. Dem einen oder anderen Zuschauer steckte zudem noch das Oktoberfest oder die Seglerparty vom Vorabend in den Knochen. Trotzdem waren sie da, feuerten an und feierten jedes Tor, als wäre es das entscheidende.

Trainer Harald Hebig zeigte sich nach dem Schlusspfiff stolz auf seine Jungs und Mädels. Alle hätten großen Spaß gehabt, und genau so solle sich ein Saisonabschluss anfühlen.

So ging eine Saison zu Ende, wie sie schöner kaum hätte enden können: mit einem Torfestival, mit fairen Gästen und mit Fans, die ihre Mannschaft lautstark in die Pause verabschiedeten. Die Jade Warriors bedanken sich bei allen Zuschauerinnen und Zuschauern, Helferinnen und Helfern sowie bei den Bergedorf Lizards für einen würdigen Abschluss der Herrensaison. Die Vorfreude auf die nächste Saison hat schon begonnen.

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